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Combichrist

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Wenn der Bandname Icon Of Coil fällt, bekommt manches Electro-Girlie einen verträumten Gesichtsausdruck und mehr als nur Frühlingsgefühle. Der lecker anzusehende Sänger Andy LaPlegua ist neben der eingängigen, harmonischen Electro-Mucke der Hauptgrund für dieses Verhalten. Richtig böse scheint der Knabe außerdem nicht zu sein, oder?

Doch und wie! Mit Combichrist hat er ein Seitenprojekt am Start, dass direkt aus der Hölle zu kommen scheint. Die Mischung aus harschem Noise-Industrial, trancigem Electro und abgedrehten Sprachsamples muß im Fegefeuer geschmiedet worden sein. Ansonsten könnte der smarte Icon-Of-Coil-Frontmann nicht in der gleichen Liga wie Dulce Liquido spielen. „Ganz so war es dann doch nicht. Der Teufel hat mit der Musik nichts zu tun“, findet Andy lachend. „Combichrist ist für mich einfach die Möglichkeit mich musikalisch gehen zu lassen. Ich kann genau das machen, wozu ich Lust habe. Combichrist ist elektronischer als alles andere mit dem ich mich sonst beschäftige, obwohl der Sound sehr harsch ausfällt.“ Das ist noch relativ stark untertrieben.

Das Album „The Joy Of Gunz“ ist fast schon Waffenscheinpflichtig.

„The Line To The Dead“ oder das an Suicide Commando erinnernde „Intruder Alert“ sind großkalibrige Industrial-/EBM-Geschosse. Die Krönung des Härterausches erfolgt mit „Vater Unser“. Der Song fetzt mit brachialer, monotoner Gewalt aus den Boxen.

Neben der hohen BPM-Zahl tut der Gebetssprachsample sein übriges, um den Song nachhaltig im Gedächtnis zu behalten. Trotz der kirchlichen Anspielungen, hat der norwegische Klangtüftler mit Religion nicht viel am Hut. „Ich bin überhaupt kein religiöser Mensch. Wir haben einmal daran geglaubt, dass die Erde eine Scheibe ist. Also warum sollten wir an Gott glauben, obwohl wir wissen, dass es ihn mit Sicherheit nicht gibt. Jeder, der seinen Verstand für zwei Sekunden gebraucht, wird diese Tatsache akzeptieren. Wenn Menschen Schutz hinter leeren Worten und unwahren Versprechungen finden, ist das ihre Sache. Ich für meinen Teil halte davon gar nichts. Falls ich aber Unrecht haben sollte und ich nach meinem Tod feststellen muss, dass es ihn doch gibt, werde ich Gott mal erzählen, was für eine Scheiße hier unten abgeht.“, verkündet LaPlegua zornig. Der Bandname ist vor diesem Hintergrund nicht als Preisung des Herren zu verstehen. „Jeder Mensch sollte sich auf seine eigene Stärken besinnen und nicht hoffen, dass irgend ein Gott ihm hilft.“ Was die Musik von Combichrist betrifft, setzt Andy LaPlegua lieber auf sein eigenes Können.

Nach dem ebenfalls oberheftigen Halloween-Inferno, "Kiss the Blade", wurde es für LaPlegua Zeit, zu neuen Ufern aufzubrechen, denn Stillstand bedeutet Langeweile... und Langeweile und Combichrist passen einfach nicht zusammen. Schon lange ein mehr als nur guter Freund der Techno-Szene, übermannte ihn der Gedanke, dass sein durchgeknallter Industrial-Sound in Kombination mit der ungezügelten Tanzenergie des Techno doch umso mehr knallen würde. Das Ergebnis konnte man auf der EP "Sex, Drogen und Industrial" bewundern, auf welcher noch einmal heftig an der Beat-Schraube gedreht wurde. Wenn in der Hölle Musik aufgelegt würde, wäre Combichrist der ideale Soundtrack dazu. Kurz danach holte LaPlegua zum alles vernichtenden Doppelschlag aus - "Everybody Hates You" wurde als janusköpfiges Electro-Gewitter auf die Menschheit losgelassen. CD1 bot ein Techno-Body-Music-Inferno, das sich gewaschen hatte, während CD2 mit Horror-Chillout-Tracks eine weitere Seite des musikalischen Tausendsassas Andy LaPlegua offenbarte. This shit will will fuck you up? You bet, baby!

Nun schickt sich Combichrist an, den Globus zu erobern... und längst stehen nicht mehr nur die Mädchen in der ersten Reihe, sondern alle feiern zusammen den fröhlichen Exzess. This is fucking Electro-madness ... and we love it!

Mit freundlicher Genehmigung von Out Of Line

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